Allgemeine Merkmale der Abfallart Dachpappe

Dachpappe
Abfall Kategorie:
Teer / Bitumen
Zustand:
fest
Wirkungsgrad:
ungefährlich
Abfallschlüssel:
17 03 02
Abfall - Suchwörter:

Dachpappe

Die Dachpappe ist wie der Name schon verrät eine mit Steinkohlenteer oder Bitumen getränkte Pappe. Die hauptsächliche Verwendung besteht im Abdichten von Hausdächern, entweder als alleiniger Schutz auf Flachdächern oder als Untergrund für ein Ziegeldach, und Räumen in erdnaher und feuchter Umgebung wie zum Beispiel einem Keller.
Dabei wird die Dachpappe entweder überlappend verarbeitet, oder aber bei der sogenannten Schweißbahn wasserdicht verschweißt.
Der Werkstoff Pappe wird entweder aus Zellstoff oder Altpapier gewonnen und durch Kleben oder zusammenpressen hergestellt.

Bei Steinkohlenteer handelt es sich um ein Nebenprodukt der Verkokung von Steinkohle. Er besteht aus den verschiedensten Substanzen, welche teilweise umweltschädlich und auch krebserregend sind und wird seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Deutschland eingesetzt. Als Alternative dazu verwendet man heutzutage Bitumen. Dieses besteht zum Großteil aus Kohlen und Wasserstoff, enthält aber auch kleinere Anteile an Schwefel, Stickstoff, Sauerstoff und Spuren von Metallen. Das Mineralölprodukt kommt in der Natur als Teil von Asphaltgestein vor, kann jedoch auch aus Rohöl gewonnen werden. Es wird neben der Verwendung als Abdichtungsmittel für Dächer hauptsächlich im Straßenbau als Belag eingesetzt und zu achtzig Prozent wiederverwertet.

Bei der Beseitigung von Dachpappe entsteht als Abfall also Papier, bzw. Pappe und Bitumen was als Mineralölprodukt einzustufen ist.
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