Allgemeine Merkmale der Abfallart Furnier

Furnier
Abfall Kategorie:
Holz A IV
Zustand:
fest
Wirkungsgrad:
ungefährlich
Abfallschlüssel:
03 01 05
Abfall - Suchwörter:

Furnier

Als Furnier bezeichnet man dünne Holzblätter, die durch Sägen, Messerschnitt oder Schälen von einem Baumstamm gewonnen werden. Anschließend werden die Blätter auf ein Trägermaterial aufgetragen. Dies können gewöhnliche Spanplatten, aber auch Sperrholz oder Faserplatten sein. Auf diese Weise bekommen Möbel, Böden, Wände oder andere Flächen eine einzigartige Holzoptik an der Oberfläche verbunden mit den Eigenschaften des Trägermaterials.

Zu Furnier verarbeiten lässt sich dabei fast jedes gängige Holz, von Buche, Eiche, Kiefer und Ahorn bis zu für Europäer exotischen Hölzern wie Teak oder Zeder. Um die Oberfläche zu veredeln und beständig gegen Umwelteinflüsse und den täglichen Gebrauch, bei der Verwendung als Bodenbelag beispielsweise, zu machen, wird ein Schutzmittel aufgetragen. Dabei handelt es sich zumeist um Polyurethan-Lacke, die besonders beständig gegen Chemikalien, Witterung und Lösungsmittel sind. Sie bestehen aus vielen chemischen Stoffen wie Bindemitteln, Lösungsmitteln, Additiven, Füllstoffen, Weichmachern und Mattierungsmitteln. Weniger gebräuchlich für die Versiegelung sind Polyesterlacke oder Holzöle und -wachse.

Da die eigentliche Furnier- bzw. Holzschicht des Furniers relativ dünn ist beträgt ihr Anteil am Abfall bei der Furnierbeseitigung nur einen geringen Teil. Den größten Anteil bildet hier das Trägermaterial, was aus mineralischen oder auf Holz basierenden Stoffen hergestellt wird, der eingesetzte Lack kann als Chemikalie eingestuft werden.
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