Allgemeine Merkmale der Abfallart Gips

Gips
Abfall Kategorie:
Gipsabfälle
Zustand:
fest
Wirkungsgrad:
ungefährlich
Abfallschlüssel:
17 08
Abfall - Suchwörter:

Gips

Gips wird entweder als Naturgips oder als künstlicher Gips, auch REA-Gips genannt, angeboten. Der REA-Gips wird aus den Abfällen gewonnen, die aus einer Rauchgas-Entschwefelungs-Anlage stammen und anschließend mit Kalkstein zusammengefügt werden. Der in den Abgasen der Rauchgasschwefelungsanlage enthaltene Schwefeldioxid verbindet sich sodann mit dem Kalkstein zu Gips.

Um einen qualitativ hochwertigen Gips zu erhalten, der mit dem Naturgips konkurrieren kann, werden dem künstlich hergestellten Gips teilweise noch die nachstehenden Zutaten beigemengt: Kunststoff, Glas und Zellulose.

Naturgips wird meistens in Bergbauwerken abgebaut und besteht aus schwefelsaurem Kalk. Nach dem Abbau wird der Gips erhitzt, danach mit Wasser versetzt, wodurch der Gips dann steif und hart wird.

Führt man sich all diese Fakten zu Gemüte, so entstehen bei der Entsorgung von Gips die nachfolgenden Abfallprodukte:

Naturgips
Wasser
Schwefelsaurer Kalk
Kalkmilch

Kalziumsulfat
Schwefeldioxid
Kalkstein
Kunststoff
Glas
Zellulose

Dieser oben beschriebene Gips ist in der natürlichen Farbe weiß erhältlich. Teilweise produziert die Industrie jedoch auch Gipsarten, die in den Farben Geld, Rot, Braun oder Grau erscheinen. Um diese Farbenvielfalt zu erhalten, werden dem Fertigprodukt Gips noch weitere Zutaten beigemengt:
Sand
Bitumen

Teilweise entsteht Gips auch bei der Herstellung von Zitronensäure, so dass bei dem einen oder anderen Gips auch noch Zitronensäure als Abfallprodukt anfallen könnte.
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